Joseph
*31.12.1858 in Höringhausen
†18.08.1936 in Kassel
Joseph Löwenstern wohnte mit seiner Frau aus zweiter Ehe, Rosa geb. Blum zusammen. Die beiden bekamen vier Kinder, Albert, Hilde, Else und Erich.
In der neuen Pfortenstraße 3 betriebt er bis 1931 ein kleines Kolonialwarengeschäft. Sein Haupterwerbszweig war jedoch der Viehhandel, welchen er auch nach 1931, als er sein Geschäft verpachtete, noch einige Zeit weiterführte.
Am 23.12.1935 wird Joseph gezwungen sein Haus zu verkaufen und zieht mit Rosa zu ihrer Tochter Hilde nach Kassel. Dort stirbt er kurze Zeit später an einem Schlaganfall. Joseph wird in Mengeringhausen auf dem jüdischen Friedhof bestattet.
Rosa emigriert daraufhin ins Ausland, wahrscheinlich in die USA.
1943 wird das Vermögen der Familie in Mengeringhausen eingezogen.
Albert, der älteste Sohn der Familie, wurde am 14.02.1893 geboren. Er besuchte das Realgymnasium in Arolsen. Am 13.02.1924 bekam er mit Mollie Faller ihre Tochter Elaine und emigrierte später in die USA.
Hilde wurde am 15.08.1894 geboren. Sie besuchte von 1903 bis 1907 die dortige Grundschule und anschließend bis 1915 die Schule in Arolsen.
Die zweite Tochter Else wurde am 22.08.1900 geboren und zog nach ihrer Heirat mit Herrn Oppenheimer 1931 nach Berlin. Sie wird am 02.03.1943 nach Auschwitz deportiert.
Der jüngste Sohn Erich wurde am 12.05.1903 geboren und besuchte ebenfalls das Realgymnasium. Er emigrierte 1921 in die USA, wo er ein Schuhgeschäft eröffnete.
Erich stellte am 21.05.1947 bei den Arolsen Archives einen Suchantrag, um Hilde, ihren Mann Siegfried und ihre Kinder zu finden.
Quellen: