Hermann Löwengrund
*13.Mai 1895 in Rimbeck
†1936
Edith Löwengrund geb. Löwenstern
*7.September 1897 in Mengeringhausen
1919 heiratete Edith Löwenstern Hermann Löwengrund, einen Kaufmann für
Herrenmoden und zog mit ihm nach Duisburg-Hamborn.
1936 wird Hermann dort von der Gestapo verhaftet. Einen Tag darauf wird er in der Zelle
des Polizeireviers erhängt aufgefunden.
Bis November arbeitet Edith noch in ihrem Herrenmodenhaus in Duisburg-Hamborn,
doch auch dieses wird in der Pogromnacht zerstört und das Eigentum beschlagnahmt.
Also zieht Edith im Februar 1939 mit ihrer Tochter Ruth nach Mühlheim-Ruhr.
Dort leben sie zwei Jahre, bis sie 1941 ins Ghetto Riga deportiert werden.
Erna arbeitet dort als Hilfsarbeiterin, über Ruth konnte nicht mehr gefunden werden, es ist
unklar, ob sie mitdeportiert wurde, gestorben ist oder etwas anderes passiert ist.
1943 wird Edith ins Konzentrationslager Stutthof bei Danzig verlegt, ein Jahr später
sollte sie nochmal verlegt werden, konnte aber beim Transport fliehen.
Von Oktober 1944 bis April 1945 lebte sie illegal in Danzig-Heubude und danach bis Oktober im von Russland besetzten Danzig.
Sie hatte in dieser Zeit keine Arbeit, mit der sie Geld verdienen konnte.
Im Oktober kam sie mit einem Transport zurück nach Mühlheim-Ruhr, wo sie bis zum
Ende wohnte, und ab September 1946 sogar wieder als unabhängige Verkäuferin
arbeitete.