Helenenstraße 7/8 – Ida Katz (geb. Schartenberg)

* 31. Januar oder 02. Februar 1943 in Zierenberg
† 06. März 1943 im Ghetto von Theresienstadt

Ida heiratete den Handelsmann Jakob Katz und zog zu ihm ins Wohn- und Geschäftshaus in der Helenenstraße 7/8. Gemeinsam hatten sie sieben Kinder.

Nach dem Tod ihres Mannes übernahmen die zwei Söhne Max und Meinhard das väterliche Geschäft. Ida wohnte mit den beiden und Maxs Frau Bertel (Bertha) Julie (geb. Stern) in den 30er Jahren weiterhin in der Helenenstraße.

Bei einer Auflistung der jüdischen Bewohner Arolser wurde Ida 1933 als eine der 16 namentlich erwähnten Personen aufgeführt. Zu ihrer politischen Einstellung sowie ihrer Beschäftigung wird „nicht bekannt“ vermerkt. Auch in der darauffolgenden Liste aus dem Jahr 1935 wurde sie aufgeführt.

Im Sommer 1938 zog Ida nach Frankfurt am Main. Ihre Tochter Martha zog nach der Deportation ihres Mannes mit ihren fünf Kindern von Frankenberg nach Frankfurt und lebte zeitweise mit Mutter Ida zusammen.

Ida Katz wirde am 1. August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Sie war Teil eines Transports von über 1000 hauptsächlich älteren Jüdinnen und Juden, die im Altenheim in der Rechneigrabenstraße und in der Haftstätte im Hermesweg in Frankfurt gesammelt wurden. Am darauffolgenden Tag erreichte dieser erste Transport den Bahnhof „Theresienstadt-Bauschowitz (Eger)“. Sie erhielt die Gefangenennummer 379 und verstarb am 06. März 1943 im Alter von 70 Jahren im Ghetto von Theresienstadt.

Ein Stolperstein für Ida Katz wurde vor dem Haus Hainstraße 31 in Frankenberg verlegt, wo ihre Tochter Martha Stern bis zur Pogromnacht 1938 lebte, die Ida vermutlich vor ihrer Reise nach Frankfurt besucht hatte.

Quellen:
Synagoge Vöhl: Ida Katz (geb. Schartenberg)
– Michael Winkelmann: „Auf einmal sind sie weggemacht“
Wikipedia: Stolperstein Ida Katz; Frankenberg Hainstraße 31 [Zugriff 21.10.2025]

Lara Hellwig